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Konferenz „Effizient, qualitätvoll und digital – Wege in das Bauen von morgen“ eröffnet

Den ersten Messetag präsentiert Ihnen der BAUmobilreport unter dem Motto „Vom großen Ganzen zum Detail“ und beginnt mit der ganztägigen Konferenz zu aktuellen Trends und Herausforderungen in Bauforschung und -praxis unter der Moderation von Paul Lichtenthäler.

Großer Bahnhof ohne Bauminister

Großer Bahnhof ohne Bauminister

Anstelle von Bundesbauminister Horst Seehofer, der sich im Berchtesgadener Land bei Bundespolizei und Technischem Hilfswerk über die Lage in den vom Schneechaos betroffenen Gebieten informierte, begrüßte sein Staatssekretär Gunther Adler die Teilnehmer im ICM. Er betonte, dass Wohnungsbau auf der Agenda nicht nur des Innen- und Bauministeriums, sondern für die gesamte Regierung ganz oben stehe, und zwar im Spannungsfeld zwischen förmlich überrannten Städten mit knappem Wohnraum und dem ländlichen Raum, der regional unterschiedlich intensiv nach Belebung und Sanierung des Wohnungsbestandes verlangt. Bezahlbares Bauen und Wohnen ist derzeit eine der größten Herausforderungen. Die Bemühungen um mehr Wohnungsbau und die Begrenzung der Baukosten darf jedoch nicht den Zielen eines nachhaltigen Planen und Bauens und der Bau- und Lebensqualität in den neu entstehenden Quartieren entgegenstehen.

Gunther Adler

Staatssekretär Gunther Adler. Foto: Alexander Heintze

Die Bundesregierung will die Bautätigkeit einerseits durch Investitionen und andererseits durch eine Entlastung auf der Ausgabenseite fördern, versprach Adler. Um der Baubranche eine verlässliche Kalkulationsbasis zu bieten, will der Bund nach der notwendigen Grundgesetzänderung in den Jahren 2020 und 2021 rund 21 Milliarden Euro in die Förderung des sozialen Wohnungsbaus investieren.

Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz will die Regierung den Fachkräftemangel gerade im Bauhandwerk reduzieren. Für ihre eigenen Mitarbeiter, beispielsweise bei der Bundespolizei, plant sie die Erstellung von Dienstwohnungen, um die Wohnungsnot gerade in den unteren Einkommensgruppen zu lindern.

Als weitere Maßnahmen kündigte Adler Sonderabschreibungen für den Mietwohnungsbau, die verstärkte Mobilisierung von Bauland, die Umwidmungen von Liegenschaften des Bundes für den Wohnungsbau sowie die Reform von Wohngeld und Mietrecht an.

Für eine Begrenzung der Baukosten setzt sein Haus auf serielles und modulares Bauen, verstärkte Digitalisierung (DAS neue Thema auf der BAU 2019!) und eine Harmonisierung der Landesbauordnungen nach dem Vorbild der Musterbauordnung. Dabei darf nach seinen Worten die baukulturelle Qualität und städtebauliche Entwicklung nicht ins Hintertreffen geraten. Ziel sei die Schaffung von Quartieren, in denen die Menschen „gern und gut leben“ können.

Zur Umsetzung der technischen Grundlagen in die Baupraxis lieferte das Forum A4: Architekt und Industrie im Dialog  weiterführende Einblicke.